Stallkühlung und Feuchtigkeitsregelung.
Hochdruck-Wassersprühen für Milchviehställe, Schweinemast, Geflügel und Rindermast. Stalltemperatur sinkt um 5–10 °C, der Temperatur-Feuchte-Index (THI) fällt, Erträge steigen, die Fruchtbarkeit verbessert sich, und die Mortalität bei Hitzewellen sinkt um bis zu 70 %. Die Systeme erfüllen die Anforderungen an Tierwohl und Bio-Tierhaltung.
Wassersprüh- und Vernebelungssysteme für Ställe, Geflügel und Schweinemast — Slowenien
Ein heißer Stall ist ein teurer Stall.
Slowenische Hitzewellen treffen Tiere noch stärker als Menschen. Milchkühe, Mastschweine und Geflügel sind genetisch auf hohe Produktion optimiert — und produzieren entsprechend viel Stoffwechselwärme, die der Körper abgeben muss. Steigen Außentemperatur und Luftfeuchtigkeit, unterdrückt das die evaporative Kühlung über Haut und Atmung — das Tier gerät rasch in Hitzestress.
mit integriertem Sprühsystem
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Temperatur-Feuchte-Index (THI)
THI (Temperature-Humidity Index) ist ein Standardparameter zur Bewertung der Belastung. Bei Milchkühen ist THI 68 die Schwelle für beginnenden Stress; THI 72 bedeutet sinkende Milchleistung, THI 80 ein ernstes Gesundheitsrisiko. Im slowenischen Klima wird THI 72 im Stall typischerweise schon bei 24 °C Außentemperatur überschritten.
Versteckte Kosten
Eine Milchkuh verbraucht während einer Hitzewelle bis zu 30 % mehr Futter zur Erhaltung, die Milchleistung sinkt um 10–15 %. Bei Schweinen kann der Sommer-Tageszuwachs um ein Zehntel unter dem Winterniveau liegen; die Futterverwertung verschlechtert sich. Bei Broilern kann eine einzige starke Hitzewelle einen Verlust von 5–10 % des Bestands binnen 24 Stunden bedeuten.
Vier Zielgruppen.
Sprühsysteme werden an Tierart, Besatzdichte und das Lüftungskonzept des Stalles angepasst. Die folgenden Beschreibungen sind Richtwerte.
Milchkühe (Holstein, Fleckvieh)
Das System wird über Liegebereich und Vorwartebereich vor dem Melkstand installiert. 30-μm-Düsen bei 0,12 L/min im Intervallbetrieb (45 s Nebel + 5 min Lüftung). Kühe suchen den gekühlten Bereich aktiv auf — sichtbarer Unterschied in Herdenruhe und Milchleistung.
Schweinemast (Mastschweine, Zuchtsauen)
Bei Schweinen, die nicht schwitzen können, ist das System entscheidend. 15-μm-Düsen in schmalen Linien über Mastsektoren, gesteuert per Temp- + Feuchtesensor. Besonders wichtig für Zuchtsauen — Hitzestress kann einen kompletten Brunstzyklus zunichtemachen.
Geflügel (Broiler, Legehennen)
Kombination aus Tunnellüftung und Eingangsluft-Vernebelung (Pad-Cooling-Alternative). In einem Stall mit 20.000 Broilern hält das System die Temperatur auch bei Hitzewellen mit über 35 °C Außentemperatur unter 28 °C.
Pferde-, Ziegen-, Schafs- und Wildhaltung
Kleinere Installationen für private Ställe, Reitschulen und Wildhaltungsbetriebe. Wegen variabler Dichte und oft offener Bauweise sind die Systeme modular und reagieren auf die Außentemperatur.
Zwei Prinzipien, eine Technologie.
In der landwirtschaftlichen Praxis nutzen wir zwei komplementäre Prinzipien: adiabatische Kühlung (Tröpfchen verdunsten vollständig, Temperatur sinkt) und kontrolliertes Befeuchten (größere Tröpfchen fallen auf Tiere oder Boden, Kühlung durch Hautverdunstung). Die Wahl hängt von Tierart und Lüftungssystem ab.
Adiabatischer Nebel
15–20 μm Tröpfchen, vollständige Verdunstung. Ideal für Schweinemast und Geflügel, wo die Einstreu trocken bleiben muss. 100 bar.
Tropfensprühen
30–80 μm Tröpfchen, teilweises Auftreffen auf Oberflächen. Für Milchkühe und Mastschweine — die Kuh wird benetzt, Kühlung erfolgt über Hautverdunstung. 70 bar.
Pad-Cooling-Alternative
Vernebelung in der Eingangsluft der Tunnellüftung. Luft kommt 5–8 °C kühler in den Stall. Am effektivsten für Geflügel und geschlossene Schweinemastsektoren.
Typisches Agrarsystem.
Für einen 1.000-m²-Stall (z. B. 100 Milchkühe oder 1.500 Mastschweine). Die endgültigen Werte werden nach dem Stallbesuch festgelegt.
| Typischer Stall | 1.000 m², 100 Kühe / 1.500 Mastschweine |
|---|---|
| Anzahl Düsen | 80–140 (Linien über Liege- und Fressbereichen) |
| Düse — Kühe | Edelstahl, 30 μm, 0,12 L/min |
| Düse — Schweine | Edelstahl, 15 μm, 0,05 L/min |
| Gesamtdurchfluss | 4–10 L/min |
| Pumpe | STOM 1,5–3 kW, 70–100 bar |
| Filtration | 50 μm + 1 μm + UV |
| Steuerung | THI-Sensor · Intervall · manueller Schalter |
| Schlauch | 11 mm mehrschichtig, korrosionsbeständig |
| Konformität | CE · MD · Tierwohl · Bio-Tierhaltung (EU 2018/848) |
Erwartete Effekte
- Stalltemperatur 5–10 °C niedriger an heißen Tagen
- Milchkühe: +1 bis +2 L Milch / Kuh / Tag in der Saison
- Mastschweine: +5 bis +12 % Tageszuwachs (FCR besser um 0,2–0,4)
- Geflügel: −40 bis −70 % Mortalität bei Hitzewellen
- Bessere Fruchtbarkeit bei Sauen und Kühen (weniger Spätabkalbungen)
- Bindung von Staub und Ammoniak — bessere Luftqualität
Subventionen
Wassersprühsysteme sind in Slowenien förderfähig im Rahmen der GAP 2023–2027 (M04 Investitionen in Sachanlagen, Schwerpunkt Tierwohl). Wir helfen mit der nötigen Dokumentation für die Antragstellung.
"Nach dem ersten Sommer mit Sprühsystem blieb die tägliche Milchleistung im Juli auf Juni-Niveau. Der Unterschied ist im Tank messbar."
Milchhof · Štajerska · 2024Fragen von Landwirten.
Ab welcher Temperatur leiden Milchkühe unter Hitzestress?
Milchkühe (Holstein, Fleckvieh) zeigen erste Anzeichen bereits bei THI > 68 — in Slowenien ca. 22 °C Außentemperatur und 50 % Feuchte. Bei THI > 78 (~28 °C) sinkt die Milchleistung um 10–15 %, die Fruchtbarkeit um 30–40 %.
Wird der Stall durch das Sprühen zu nass?
Nicht bei richtig dimensioniertem System. Hochdrucksprühen bei 100 bar erzeugt 15–20 μm Tröpfchen, die vollständig verdunsten. Für Schweinemast und Geflügel mit feuchtigkeitsempfindlicher Einstreu nutzen wir niedrigere Durchflüsse mit Feuchtigkeitssensor-Steuerung.
Wie steigt der Ertrag nach Installation?
Milchhöfe: +1 bis +2 L Milch pro Kuh täglich in den Sommermonaten. Schweinemast: +5 bis +12 % Tageszuwachs an Hitzetagen. Geflügel (Broiler): 40–70 % weniger Mortalität bei Hitzewellen, ausgeglichenes Gewicht in der Herde.
Ist das System für Bio-Tierhaltung geeignet?
Ja. Es nutzt nur Leitungswasser und Strom für die Pumpe. Keine Chemikalien, keine Zusätze. Konform mit den Anforderungen der Bio-Tierhaltung (EU-Verordnung 2018/848) und Tierwohl-Standards.
Wie ist der ROI für einen 1.000-Mastschwein-Stall?
Ein typisches System für einen 1.000-Tier-Stall liegt zwischen 8.000 und 14.000 EUR + MwSt. ROI in 2–3 Jahren über besseren Zuwachs, geringere Mortalität und besseres FCR (Futter/kg Zuwachs) im Sommer.
Kann man Subventionen beantragen?
Ja. Die Systeme sind förderfähig im Rahmen der GAP 2023–2027 und des Programms zur ländlichen Entwicklung. Wir bereiten die technische Antragsdokumentation vor.
Welches Wasser können wir verwenden?
Trinkwasser aus der Leitung oder entsprechend aufbereitetes Brunnenwasser (nach Analyse). Das System hat werkseitig 50 μm Vorfilter + 1 μm Feinfilter + UV-Sterilisation.
Weitere Einsatzbereiche.
Wir erstellen einen Vorschlag für Ihren Stall.
Senden Sie einen Stallgrundriss, die Art der Tierhaltung und die Tierzahl. Wir erstellen einen Düsenverteilungsvorschlag, eine Wirkungs- und Preisschätzung — und helfen bei der Subventionsdokumentation.